Studien

Zahlreiche Erkenntnisse aus der Wissenschaft unterstützen unsere Aussagen

Emotionales Essen

Beim emotionalen Essen handelt es sich nicht um den biologischen, körperlichen Hunger, sondern um ein gestörtes Essverhalten, welches durch intensive Emotionen wie Angst, Ärger und Traurigkeit ausgelöst wird. Das Essen wird dabei zum Abdämpfen für ein tiefer liegendes Gefühl genutzt.

 

Eine aktuelle Studie zum Thema wurde im Jahre 2005 durch ein Forscherteam um Jordan LeBel von der Cornell-Universität in Ithaca in Zusammenarbeit mit der McGill-Universität in Kanada durchgeführt. Dabei wurden 196 Frauen und 101 Männer befragt, unter welchen Bedingungen sie am ehesten zu „Comfort Food“ greifen. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass das bei Frauen vor allem der Fall war, wenn sie schlechte Gefühle kompensieren wollten.

Bei Männern hingegen war der Konsum von „Seelenfutter“ vor allem durch positive Gefühle geprägt. „Consistent with expectations, results indicate that men’s comfort food consumption was motivated by positive emotions whereas women’s consumption was triggered by negative effects.” (LeBel, Dube & Lu 2005, S. 559).

 

Eine weitere Studie wurde 2009 an 100 adipösen Männern durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass 18 % von ihnen emotionale Esser waren (vgl. Walfish, 2009, S. 49). Im Vergleich dazu ergab eine ebenfalls von Walfish im Jahre 2004 durchgeführte Studie, bei der 122 adipöse Frauen mit dem gleichen Fragebogen befragt wurden, dass 40 % von ihnen emotionale Esser waren (vgl. Walfish, 2004, S. 1402).

Zuckersucht

Zuckersucht kann jeden treffen.

Vielen fällt es nicht einmal auf. Denn in unserer Gesellschaft ist es normal, Kuchen, Riegel, Schokolade oder gezuckerte Getränke im Küchenschrank zu haben.


Am American College of Neuropsychopharmacology wurde eine Studie durchgeführt, die eine Antwort auf all diese Fragen rund um den Zucker fand: Zucker löst im Gehirn die gleichen Reaktionen wie Morphin, Kokain und Nikotin aus. Es kontrolliert die Belohnungs- und Lustzentren des Gehirns. Um es anders auszudrücken: Zucker ist ein Suchtmittel.


Langfristig sorgt es für eine Senkung des Dopaminspiegels, was wiederum dazu führt, dass man immer mehr Zucker essen muss, um dasselbe angenehme Gefühl zu verspüren.

Gleichzeitig bringt die Zuckersucht die Gefahr neurologischer und psychiatrischer Probleme mit sich, die nicht nur die Stimmung des Betroffenen beeinflussen, sondern auch seine Lebensfreude und Motivation.


Von Nahrungsmitteln und Getränken, die reichlich gezuckert sind, können wir Unmengen essen und trinken – ohne sich hinterher sonderlich satt zu fühlen. Bei Obst und Gemüse sieht das anders aus. Das Problem ist also nicht der natürliche Zucker, sondern der industriell verarbeitete Zucker, der vielen Lebensmitteln beigesetzt wird.

Wenn wir einen Schokoriegel kaufen, dann ist das nicht die Folge einer freien Entscheidung, sondern die Entscheidung der Sucht, die uns gar keine andere Wahl mehr lässt. Wir MÜSSEN kaufen – bedauerlicherweise ohne, dass uns dieser innere Zwang bewusst wäre.

 

Viele fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt, wenn sie auf Süßes verzichten müssen. In Wahrheit aber sind Zuckersüchtige dann in ihrer Freiheit eingeschränkt, WENN sie zu Zucker greifen.

 

Bei Alkohol oder Zigaretten verhält es sich normalerweise so, dass ein Mensch erst in einem gewissen Alter den ersten Drink nimmt oder die erste Zigarette raucht. Er entscheidet sich also ganz bewusst dafür, die eine oder andere Droge zu konsumieren und weiß gewöhnlich auch über die damit in Verbindung stehende Suchtgefahr Bescheid. Bei Zucker ist das jedoch anders.

 

Da Zucker leider als harmloses Lebensmittel gilt, wird es bereits kleinen Kindern (schon in der Klinik kurz nach der Geburt in Form gesüßter Tees) eingeflößt. 

 

Die Entscheidung, abhängig von Zucker zu werden, nahm man uns bereits, als wir noch in den Windeln lagen (zumindest in den meisten Fällen).

Insulinresistenz

Das Hormon Insulin ist der Botenstoff, der Zucker als Energie in die Körperzellen bringt. Es wird von der Bauchspeicheldrüse hergestellt.

 

Je mehr Zucker wir im Blut haben, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet, um den Zucker in die Zellen zu transportieren. Irgendwann sind diese Zellen aber gesättigt, weil der Körper genug Energie hat.

 

Für den überschüssigen Zucker im Blut werden Fettzellen erzeugt, wo der Zucker gelagert wird. Man könnte auch sagen, dass der Zucker in Fett umgewandelt wird, damit er darauf zurückgreifen kann, wenn es mal für eine längere Zeit keine Nahrung gibt.

 

Bei Menschen mit einer Insulinresistenz sieht dieser Prozess jedoch anders aus:

 

Insulin wird von den Körperzellen nicht mehr anerkannt und die Rezeptoren an den Zellen bilden sich zurück. Schließlich sind die Körperzellen durch den hohen Zuckerkonsum ständig gefüllt. Es wäre also sinnlos, das Insulin weiter andocken zu lassen.

 

Zuerst wird die Leber insulinresistent, danach die Muskeln…und zu guter Letzt sogar das Fett. 

Betroffene haben also sehr viel Zucker im Blut, welches nicht in die Zellen gelangt. Als Folgereaktion wird anschließend noch mehr Insulin produziert, da der Körper denkt, er müsse den Zucker schleunigst aus dem Blut in die Zellen schleusen. In dieser Hektik wird häufig mehr Insulin produziert als eigentlich nötig gewesen wäre.

 

Übergewichtige Menschen sind oft also mit einem ständig zu hohem Blutzuckerspiegel und einer Überproduktion von Insulin konfrontiert. Irgendwann hat die Bauchspeicheldrüse genug und stellt die Insulinproduktion ein. Ab hier spricht man dann von Diebetes-Typ-2 und das Insulin muss als Medikament von außen in den Körper gebracht werden.

 

Die Folgeerkrankungen sind katastrophal:

Der ständig erhöhte Blutzuckerspiegel ist besonders schädlich für den Körper. Das Risiko für Durchblutungsstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen oder für einen Schlaganfall steigen stark an.

 

Viele Studien lassen den Verdacht darauf schließen, dass ein erhöhter Zuckerspiegel und die Insulinresistenz dafür sorgen, dass adipöse Menschen mit herkömmlichen Diäten sehr geringen Erfolg erzielen.

 

Um eine erfolgreiche Gewichtsreduktion zu gewährleisten, müssen so viele Verhaltensbereiche wie möglich zum Positiven geändert werden (vgl. Westenhofer, 2003, S. 523-526).

Drei-Mahlzeiten-Regel

Die Lean Habits Study war eine prospektive Beobachtungsstudie, in der rund 8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BCM Diät- und Ernährungsprogramms über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren beobachtet wurden. Man wollte herauszufinden, welche Verhaltensweisen und Gewohnheiten dazu beitragen, das reduzierte Körpergewicht langfristig erfolgreich zu reduzieren.

 

Die Schlussfolgerung:

Eine flexible Kontrolle des Essverhaltens geht mit erfolgreicher Gewichtsreduktion einher. Die Verhaltensbereiche Mahlzeitenrhythmus,  Speisenauswahl, Mahlzeitensituation und Stressbewältigung stehen mit einer besseren Gewichtsreduktion im Zusammenhang. Je mehr Verhaltensbereiche positiv verändert werden, desto häufiger gibt es eine erfolgreiche Gewichtsreduktion.

 

 

Quellen

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Lean Habits Studie

www.westenhoefer.de/forschung/abgeschlossene-projekte/lean-habits-study/

Prof. Dr. Joachim Westenhöfer; Dipl. Oec. troph. Bettina von Falck; Dr. Astrid Stellfeldt Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, Fachbereich Ökotrophologie Lohbrügger Kirchstr. 65, 21033 Hamburg

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